Weitere Informationen für Danazol

Die Firma Sanofi-Synthélabo (Suisse) SA hat per 1.1.2012 den Vertrieb von Danazol in der Schweiz eingestellt.

Übergangslösung, …

Verdankenswerterweise hat sich die Spitalapotheke des Luzerner Kantonsspitals bereit erklärt Danazol selber herzustellen. Dadurch konnte für die HAE-Betroffenen vorübergehend eine lückenlose Versorgung mit diesem Medikament ermöglicht werden.

… wird nun leider aber auch eingestellt!

Die Situation ist aber so, dass diese Produktion abhängig ist vom Ausgangsstoff, welcher im fernen Ausland bezogen werden muss. Zudem ist die Produktion auch (und) aufwändig. Daher wird nun die Apotheke des Luzerner Kantonsspitals die Danazol-Produktion im Verlauf der nächsten Monate einstellen.

Neu erhältlich über internationale Apotheke aus Frankreich, Holland oder Italien

Das Luzerner Kantonsspital hat nach Alternativen Ausschau gehalten. Ihre Recherchen haben ergeben, dass Danazol unter dem Namen Danatrol auch über eine internationale Apotheke aus Frankreich, Holland oder Italien bezogen werden kann.

Daher bitten wir Sie mit ihrem betreuenden Arzt/Ärztin Rücksprache zu halten, damit der Bezug des Danazol über die internationale Apotheke organisiert werden kann. Zu diesem Zweck können Sie sich an ihre Apotheke wenden, wo Sie üblicherweise Ihre Medkamente beziehen werden. Ein ärztliches Rezept für den Bezug wird immer noch benötigt. Aber die Kosten von Danatrol werden nicht mehr durch die Krankenkasse übernommen.

Bei Rückfragen oder bei auftretenden Problemen melden Sie sich bitte bei unserem HAE-Experten

Prof. Dr. Dr. med. Walter A. Wuillemin
Email: walter.wuillemin@ksl.ch
Tel.-Nr. 041 / 205 51 47

 

Chance – weitere Behandlungs-Möglichkeiten zu prüfen
Wie lange nun Danatrol in Frankreich, Holland oder Italien noch erhältlich ist, ist ungewiss. Daher bitten wir Sie diesen Missstand als Chance zu nutzen und zusammen mit ihrem Hausarzt oder HAE-Experten die Behandlung der HAE-Attacken neu zu überdenken. Denn zwischenzeitlich gibt es auch weitere Möglichkeiten wie Berinert und Firazyr, aber auch noch Cyklokapron, welche sich für die Behandlung eignen.
Gerne werden wir anlässlich unserem nächsten Patiententreffen, alle Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen, damit Sie sich ein Gesamtüberblick verschaffen können.